Leaving Lyndow – Kuraufenthalt auf Eastshade

Ich bin kein Gamer. Und falls doch, einer mit einer Reihe sehr spezifischer Anforderungen, die ich an das Spiel stelle. Die erste: immersive, offene Welt. Die zweite: kein Scifi-Setting (dabei hab ich 1986 bestimmt hunderte Stunden Elite gezockt). Die wichtigste allerdings: kein Stress! Den hab ich im echten Leben schon genug, weshalb ich meinen all time favorite Morrowind und später auch die Nachfolger Oblivion und Skyrim stets *tgm* bespielt habe (don’t judge me!). Alle drei Spiele sind Gräber für Jahre an Lebenszeit, aber es geht auch eine Nummer kleiner: mit Leaving Lyndow.

Aufmerksam geworden bin ich auf Leaving Lyndow dank Streams Hey-du-hast-2-Millionen-Stunden-Skyrim-gezockt-dann-könnte-dir-auch-das-gefallen-Funktion (ja, die heißt so). Genauer gesagt wurde ich zunächst auf Eastshade aufmerksam gemacht. Die Grafik sah super aus und erinnerte mich auch etwas an Morrowind.

Bevor ich mich aber ewig binde (“In den Warenkorb”), google ich lieber erstmal etwas und finde raus, dass man in Eastshade Landschafts-Bilder malen muss und den Bildausschnitt selbst wählen kann. Als Fotograf bin ich ab dem Zeitpunkt schon mal hooked. Ich finde aber auch raus, dass zu Eastshade ein Prequel existiert: Leaving Lyndow. Und das gibt’s für gerade mal 3,99 € auf Steam.

Natürlich kaufe ich also zuerst mal Leaving Lyndow. Das bedeutet gleich zwei Vorteile für mich ordentlichen Schwaben. Erstens: ein Prequel muss man vorher spielen – Ordnung muss sein. Zweitens: Leaving Lyndow ist billiger als Eastshade. *Schnäbble*.

Waldbaden in Leaving Lyndow

Die Story von Leaving Lyndow will ich jetzt nicht spoilern – zur Not kann man sie woanders googeln, sie erschließt sich einem aber im Lauf des gut einstündigen Games automatisch. Soviel aber sag ich: ich mag sie sehr.

Das Wesentliche ist: die (so halb) offene Welt des Spiels fühlt sich wie ein Kurzurlaub an. Unter anderem eben, weil man nicht von Horden wütender Orks oder ähnlichem Gesocks durch den Wald gejagt wird, sondern weil man einfach mal für ein paar Minuten in selbigem stehen bleiben und das herrliche Licht genießen kann (auch das hookt den Fotografen). Vor allem die Lichtstimmungen in Leaving Lyndow sind es, die mir ein sehr gutes Gefühl geben was Eastshade angeht.

Sobald ich also mit meiner Retrogaming-Schleife durch bin, geht’s zurück nach Eastshade. Stressfrei und ohne Orks in der freien Natur malen, die Landschaft und das Licht genießen, sich mit ein paar Tieren unterhalten. Was will man mehr?

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